Wie MesVis funktioniert — ehrlich erklaert.

Kein Marketing-Nebel. Hinter MesVis steckt ein Messwerkzeug: MesVis. Hier steht, wie es aufgebaut ist, was es heute kann — und was noch fehlt.

Drei Schichten — ein Prinzip.

MesVis ist in drei Schichten aufgebaut — jede hat eine klare Aufgabe.

Bewaehrte Sensoren — kein Spezial-Zubehoer.

MesVis nutzt bewaehrte Industrie-Sensoren ueber vier standardisierte Anschluss-Arten — fuer Temperatur, Luftfeuchte (digital), Substrattemperatur, Bodenfeuchte (analog), pH-Wert, elektrische Leitfaehigkeit, Luftdruck und CO2 (UART).

Der Vorteil fuer dich: Kommt ein besseres oder neueres Sensor-Modell, wechselst du es aus. Du bist an niemanden gebunden. Die Sensoren gibt es im Fachhandel — kein MesVis-Exklusiv-Zubehoer, kein Lock-in.

Aktuell unterstuetzt: 4 Anschluss-Standards (Einzel-Leitung, I2C-Bus, Analogsignal, Digital-Signal).

Misst weiter, auch wenn die Verbindung weg ist.

Faellt das Netz aus, misst die Messstation weiter — kein Datenverlust, kein Loch im Aufzeichnungsprotokoll. Der Mess-Cache laeuft permanent auf der Messstation, unabhaengig vom Verbindungsstatus. Kommt die Verbindung zurueck, werden alle gespeicherten Werte automatisch uebertragen und nachsynchronisiert.

Das System durchlaeuft dabei definierte Zustaende — von "Verbindung unterbrochen" bis "wieder synchronisiert" — damit kein Sensorwert verloren geht und keiner doppelt gezaehlt wird.

Ehrlicher Hinweis: Die lokale Messung laeuft autark — das volle Dashboard (Zeitreihen, Warnregeln bearbeiten) braucht das lokale Netzwerk. Das System ist keine vollstaendige Offline-Plattform, sondern misst und speichert vor Ort robust weiter, auch wenn die Verbindung fehlt.

Kalibrierung — das musst du wissen.

pH-, Leitfaehigkeits- und Bodenfeuchte-Sensoren (die analogen) wandern mit der Zeit und muessen regelmaessig kalibriert werden — je nach Sondentyp und Betriebsbedingungen ein- bis vierwoechentlich bei pH-Sensoren. Die digitalen Sensoren (Temperatur, Luftfeuchte) brauchen das nicht — ein echter Vorteil.

Damit unkalibrierte Sensoren keine falschen Warnungen ausloesen, markiert das System sie automatisch (eingebaute Schutzsperre). Der Messwert wird weiterhin angezeigt, fliesst aber erst wieder in Warnungen ein, wenn die Kalibrierung erneuert wurde.

Im Quartalsservice kalibrieren wir die Sonden vor Ort. Zwischen den Terminen plausibilisiert das System die Messwerte kontinuierlich und meldet, wenn ein ungeplanter Eingriff noetig wird. Das Nachkalibrieren uebernehme ich — das gehoert zum Betrieb dazu (siehe "So funktioniert MesVis bei dir" weiter unten).

Deine Daten bleiben bei dir.

Deine Messdaten verlassen dein Gebaeude nicht. Es gibt keinen Cloud-Zwang und keine Telemetrie nach aussen. Das System laeuft in 14 Systemdiensten (Containern) auf einem Rechner direkt bei dir vor Ort — kein fremder Server, kein Daten-Upload.

Das entspricht dem Geist des EU Data Act (seit September 2025): Deine Geraete-Daten gehoeren dir — nicht dem Plattformanbieter. Endet die Zusammenarbeit, gehen alle deine Daten mit dir.

Fernzugriff von unterwegs ist moeglich, aber ein bewusster Zusatz-Schritt — kein Standard-Cloud-Konto, keine automatische Daten-Weitergabe.

Was MesVis heute kann — und was noch kommt.

Laeuft im Testbetrieb erprobt

Messen, kalibrieren, Kennzahlen ableiten, Zustaende datieren, Befunde zusammenfassen. Das traegt auf belegten Faehigkeiten — code-verifiziert, nicht aus dem Prospekt.

Was du bekommst: Ueberblick ohne Daueranspannung. Eine Baseline, die zeigt, was normal ist. Trendkurven, die zeigen, wohin etwas laeuft. Und die Gewissheit, dass die Daten bei dir bleiben.

Noch in Arbeit

  • Taegliche Zusammenfassungen zu Vorfaellen — noch nicht. Das System zeichnet alles auf und erkennt Abweichungen. Eine automatische Zusammenfassung, die morgens bereitsteht, funktioniert heute noch nicht.
  • Warn-Zustellung auf dem Weg zu dir — Baustelle. Abweichungen werden erkannt und angezeigt. Dass die Meldung dich zuverlaessig erreicht, ist noch nicht garantiert. Ziel, nicht heutiges Sicherheitsnetz.
  • Einzelpflanzen-Vergleich — heute nur auf Zonen-Ebene. Welcher Durchgang lief besser, warum? Der Vergleich von Einzelpflanzen ueber normale Sensoren ist Ausbauziel.
  • Geraete-Gesundheits-Score — noch nicht verlaesslich. Ein Uebersichts-Wert je Geraet ist angelegt, aber noch nicht stabil genug, um darauf zu bauen.
  • Standortuebergreifende Auswertung — Ausblick. Die Architektur bereitet das vor. Gebaut ist es noch nicht.

Im Detail — was heute laeuft und was noch kommt:

Was heute laeuft

  • Sensoren auslesen: Temperatur, Luftfeuchte (digital), Substrattemperatur, pH-Wert, elektrische Leitfaehigkeit, Bodenfeuchte (analog), Luftdruck, CO2 (UART)
  • Regel-Editor im Browser: Schwellwerte, Zeitfenster und Verknuepfungen festlegen — ohne Code
  • Dashboard mit Live-Werten, Zeitreihen und Warnungen — bedienbar im Browser
  • Mess-Cache: Die Messstation speichert Werte lokal weiter — kein Datenverlust bei WLAN-Ausfall
  • Plausibilitaets-Pruefung: unplausible oder unkalibrierte Messwerte werden erkannt und markiert
  • Zonen und Bereiche: verschiedene Messpunkte und Raeume getrennt verwalten — modular erweiterbar
  • Automatisches Protokoll aller Messwerte — lueckenlos, zeitgestempelt
  • Im Testbetrieb auf echter Hardware erprobt

Was noch kommt

  • Ein automatischer Tagesbefund, der morgens zusammenfasst, was ueber Nacht passiert ist — in Arbeit, funktioniert heute noch nicht
  • Lueckenlose Benachrichtigung ueber einen einheitlichen Weg — Abweichungen werden heute erkannt und angezeigt; das vollstaendige Melde-Netz wird noch zusammengefuehrt
  • Vergleich einzelner Pflanzen untereinander (z. B. pH, Leitfaehigkeit, Temperatur) — heute vergleichen wir auf Zonen-Ebene; Pflanze-gegen-Pflanze ist Ausbauziel
  • Ein Gesundheits-Wert je Geraet auf einen Blick — in Arbeit, heute noch nicht verlaesslich genug, um darauf zu bauen
  • Standortuebergreifende und wissenschaftliche Auswertung — als Architektur vorbereitet, aber noch nicht gebaut
  • Kamera-Anbindung fuer visuelle Anbau-Dokumentation — geplant nach der Stabilitaets-Welle, abhaengig von Hardware-Partner, kein festes Datum
  • Mehrere unabhaengige Standorte auf einer Plattform — geplant, langfristig
  • Live-Demo zum Selbst-Anschauen — gebunden an Viewer-Rolle (in Entwicklung); bis dahin: persoenliches Gespraech
  • Daten-Export in gaengige Formate — im System angelegt, standardmaessig aus, auf Wunsch scharfgeschaltet

Was MesVis bewusst nicht ist.

  • Kein vollstaendiger Offline-Server. Die lokale Messung laeuft autark — das volle Dashboard braucht das lokale Netz.
  • Kein Steuerungssystem. MesVis misst, wertet aus und warnt — das Schalten oder Steuern von Geraeten gehoert nicht zum Lieferumfang.

So funktioniert MesVis bei dir.

Fragen zur Technik?

Ich antworte selbst.

robin@phyta.org