Wie Phyta funktioniert — ehrlich erklaert.

Kein Marketing-Nebel. Hier steht, wie das System aufgebaut ist, was es heute kann und was noch fehlt.

Drei Schichten — ein Prinzip.

Phyta ist in drei Schichten aufgebaut — jede hat eine klare Aufgabe:

  1. Die Messstation steht bei Ihren Pflanzen und liest die Sensoren aus. Sie ist ein eigenstaendiges Geraet — kein PC noetig. Faellt die Verbindung zum Server aus, laeuft sie weiter und schuetzt Ihre Anlage nach den hinterlegten Regeln.
  2. Der Server sammelt alle Werte, prueft Ihre Regeln und entscheidet, was zu tun ist. Er laeuft auf Ihrer eigenen Hardware — einem kleinen Rechner bei Ihnen vor Ort. Keine fremden Server, keine Cloud-Abhaengigkeit.
  3. Das Dashboard zeigt Ihnen alles im Browser — Werte, Verlaeufe, Warnungen — und Sie stellen die Regeln per Mausklick ein. Kein Programmieren, keine Kommandozeile.
Schematische Darstellung der drei Schichten des Phyta-Systems: Messstationen erfassen Sensorwerte vor Ort, der lokale Server verarbeitet und speichert die Daten, das Dashboard zeigt alles im Browser an.

Phyta-Systemarchitektur: Messstationen — Server — Dashboard. Alles laeuft auf Ihrer eigenen Hardware.

Bewaehrte Sensoren — kein Spezial-Zubehoer.

Phyta nutzt bewaehrte Industrie-Sensoren ueber vier standardisierte Anschluss-Arten — fuer Temperatur, Luftfeuchte, Bodenfeuchte, pH-Wert, Leitfaehigkeit, CO2, Licht, Druck und Durchfluss. Dazu vier Aktortypen fuer Pumpen, Ventile, dimmbare Geraete und Schaltrelais.

Der Vorteil fuer Sie: Wird ein Sensor guenstiger oder erscheint ein besseres Modell, wechseln Sie einfach. Sie sind an niemanden gebunden. Die Sensoren gibt es im Fachhandel — kein Phyta-Exklusiv-Zubehoer, kein Lock-in.

Aktuell unterstuetzt: 9 Sensor-Typen, 4 Aktor-Typen, 4 Anschluss-Standards (Einzel-Leitung, I2C-Bus, Analogsignal, WLAN-Netz).

Sicher auch ohne Verbindung.

Faellt das Netz aus, wartet die Messstation kurz — 30 Sekunden Karenzzeit, damit kurze Aussetzer den Betrieb nicht stoeren. Bleibt die Verbindung weg, uebernimmt die Messstation selbst: Bis zu 8 Sicherheitsregeln laufen direkt vor Ort weiter — Frostschutz, Bewaesserung, Notstopp.

Kommt die Verbindung zurueck, gleicht sich alles automatisch wieder ab. Das System durchlaeuft dabei fuenf definierte Zustaende — von "Verbindung unterbrochen" bis "wieder synchronisiert" — damit kein Schaltvorgang verloren geht und kein Sensor- wert doppelt gezaehlt wird.

Ehrlicher Hinweis: Die lokale Sicherheitsebene laeuft autark — das volle Dashboard (Zeitreihen, Regeln bearbeiten) braucht das lokale Netzwerk. Das System ist keine vollstaendige Offline-Plattform, sondern ein System mit robuster Sicherheitsebene fuer den Ausfall-Fall.

Verliert eine Messstation unerwartet den Strom, werden ihre Geraete automatisch ausgeschaltet — keine Pumpe laeuft endlos weiter, weil ein Aus-Befehl nie ankam.

Kalibrierung — das muessen Sie wissen.

pH-, Leitfaehigkeits- und Bodenfeuchte-Sensoren (die analogen) wandern mit der Zeit und muessen regelmaessig kalibriert werden — typischerweise alle zwei bis vier Wochen bei pH-Sensoren. Die digitalen Sensoren (Temperatur, Luftfeuchte) brauchen das nicht — ein echter Vorteil.

Damit unkalibrierte Sensoren keine Sicherheitsregel falsch ausloesen, sperrt das System sie dafuer automatisch (eingebaute Schutzsperre). Das Sensor-Ergebnis wird weiterhin angezeigt — es loest aber keine automatische Aktion aus, bis die Kalibrierung erneuert wurde.

Auf Wunsch halten wir die Kalibrierung fuer Sie nach — das gehoert zum Betrieb dazu (siehe "So bekommen Sie Phyta" weiter unten).

Ihre Daten bleiben bei Ihnen.

Ihre Messdaten verlassen Ihr Gebaeude nicht. Es gibt keinen Cloud-Zwang und keine Telemetrie nach aussen. Das System laeuft in 14 Systemdiensten (Containern) auf Ihrer eigenen Hardware — vollstaendig unter Ihrer Kontrolle.

Laeuft Ihr Anbieter morgen nicht mehr — Ihre Anlage laeuft weiter. Das ist nicht nur bequem, es entspricht auch dem Geist des EU Data Act (seit September 2025): Ihre Geraete-Daten gehoeren Ihnen.

Fernzugriff von unterwegs ist moeglich, aber ein bewusster Zusatz-Schritt — kein Standard-Cloud-Konto, keine automatische Daten-Weitergabe.

Was Phyta heute kann — und was noch kommt.

Ehrlichkeit ist hier kein Eingestaendnis, sondern ein Prinzip. Was Sie unten sehen, ist der tatsaechliche Stand — kein aufgepumptes Feature-Versprechen.

Was heute laeuft

  • Sensoren auslesen: Temperatur, Luftfeuchte, Bodenfeuchte, pH-Wert, Leitfaehigkeit, CO2, Licht, Druck, Durchfluss (9 Typen)
  • Aktoren schalten: Pumpen, Ventile, dimmbare Geraete, Schaltrelais (4 Typen)
  • Automatische Steuerung per Regel-Editor — Schwellwerte, Zeitfenster, Verknuepfungen
  • Dashboard mit Live-Werten, Zeitreihen und Warnungen — bedienbar im Browser
  • Offline-Sicherheit: bis zu 8 Regeln laufen direkt auf der Messstation weiter
  • Zonen und Bereiche: verschiedene Anbauraeme getrennt verwalten
  • Automatisches Protokoll aller Messwerte und Schaltvorgaenge
  • Laeuft im echten Betrieb seit Maerz 2026

Was noch kommt

  • Kamera-Anbindung fuer visuelle Anbau-Dokumentation — geplant ab Herbst 2026, abhaengig von Hardware-Partner
  • Mehrere Standorte auf einer Plattform (Multi-Tenant) — Zeitfenster August bis Oktober 2026
  • Live-Demo zum Selbst-Anschauen — gebunden an Viewer-Rolle (in Entwicklung); bis dahin: persoenliches Gespraech
  • Daten-Export in gaengige Formate — in Planung

Was Phyta bewusst nicht ist.

  • Kein Behoerden-Meldetool. Phyta optimiert den Anbau — die gesetzlichen Meldungen eines Cannabis-Clubs erledigt spezialisierte Verwaltungssoftware. Beides ergaenzt sich, aber Phyta ersetzt diese nicht.
  • Kein vollstaendiger Offline-Server. Die lokale Sicherheitsebene laeuft autark — das volle Dashboard braucht das lokale Netz.
  • Keine Rechtsberatung. Wenn Sie Fragen zu gesetzlichen Pflichten haben, wenden Sie sich an einen Anwalt. Phyta ist ein technisches Werkzeug.

So bekommen Sie Phyta.

Fragen zur Technik?

Ich antworte selbst.

robin@phyta.org